Forderungen:
Junge Menschen sind besonders anfällig für Manipulation und suchtähnliche Entwicklungen im Bereich soziale Netzwerke und digitale Spiele.
Condrobs sieht deshalb dringenden Handlungsbedarf und stellt folgende Forderungen auf:
- Einbezug von Kindern und Jugendlichen im Sinne der Teilhabe bei allem, was sie im digitalen Raum betrifft
- Gesetzliche Regelungen zum Schutz Minderjähriger, wie zum Beispiel die konsequente Umsetzung und Kontrolle bestehender Gesetze
- Altersgerechte Nutzung sozialer Medien mit gestuften Zugangsregelungen, zum Beispiel bis zehn Jahre keine Nutzung sozialer Medien
- Verpflichtung der Anbieter sozialer Netzwerke und digitaler Spiele, Produkte so zu gestalten, dass sie Entwicklung, Kreativität und Selbstbestimmung fördern statt Aufmerksamkeit zu binden
- Dauerhaft finanzierte Strukturen in Schule, Jugendhilfe und Gesundheitswesen zur Prävention internetbezogener Störungen
- Leicht zugängliche, wissenschaftlich fundierte und kostenfreie Unterstützungsangebote für Erziehungsberechtigte
- Bundesweit verbindliche Regelungen für den Umgang mit digitalen Medien im Schulalltag: Digitale Bildung ist nicht nur technische Ausstattung, sondern bedeutet pädagogische Konzepte, Prävention und ausreichend qualifiziertes Personal.
- Attraktive analoge Freizeit- und Begegnungsräume für Kinder und Jugendliche
- Frühzeitige und verlässliche Unterstützung für von problematischer Mediennutzung betroffene junge Menschen und ihre Familien – von digital über aufsuchend bis zu ambulant und stationär
Fazit:
„Nur wenn Schutz, Bildung, Teilhabe und spezialisierte Hilfen politisch priorisiert, strukturell verankert und verlässlich finanziert werden, lassen sich die Risiken digitaler Lebenswelten wirksam begrenzen und Entwicklungschancen nachhaltig sichern.“