Europäische Schülerstudie - Ergebnisse für Bayern

Drogen, Alkohol, Internet: Was konsumieren Bayerns Schüler*innen und wie verändert sich das Suchtverhalten der Jugendlichen?

vier junge Menschen, die an einem Tisch gemeinsam etwas erarbeiten

Europäische Schülerstudie zu Alkohol und anderen Drogen (ESPAD)

Ergebnisse der Studie für Bayern

In Bayern wurden Schüler*innen der 10. und 11. Klassen befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass Alkohol in dieser Altersgruppe weiterhin zwar stark verbreitet, aber genau wie der Konsum von Zigaretten, Cannabis und illegalen Drogen eher rückläufig ist.

Der Konsum von E-Zigaretten, Medikamenten sowie die Nutzung von sozialen Medien und Computerspielen nimmt allerdings deutlich zu. Diese Ergebnisse stimmen mit internationalen Trends überein.

Eine Auswahl der Ergebnisse:

  • Tabakkonsum: Es gaben nur noch rund 21 % der Schüler*innen an, in den letzten 30 Tagen geraucht zu haben.
  • E-Zigaretten: In den 30 Tagen vor der Befragung hatte fast jede*r Dritte E-Zigaretten geraucht.
  • Alkoholkonsum: Knapp 60% hatten in den 30 Tagen vor der Befragung Alkohol getrunken. Fast jede*r Zweite hatte schon einmal einen Rausch.
  • Cannabiskonsum: Der Konsum ist zwar seit 2015 rückläufig, aber unter den Konsumierenden gibt es einen leichten Anstieg der Schüler*innen, die einen problematischen Konsum aufwiesen.
  • Illegale Drogen: Circa 19 % der Schüler*innen gaben an, mindestens einmal im Leben eine illegale Droge konsumiert zu haben. Die Mehrheit der Konsumierenden zeigt aber ein Probierverhalten.
  • Verschreibungspflichtige Medikamente: Zum Beispiel hatten 15,9 % der Jugendlichen Beruhigungsmittel ohne ärztliche Verschreibung eingenommen.
  • Soziale Medien: Bei 11,3 % der Jungen und 21,5 % der Mädchen deuten die Ergebnisse auf eine problematische Internetnutzung hin.

Allgemein war zu beobachten, dass sich Substanzgebrauchsmuster bei Jugendlichen in Bayern und Europa verändern. Es braucht passende (präventive) Maßnahmen um Jugendliche vor Folgeschäden die durch den Konsum entstehen können zu schützen und eine sichere Nutzung von Substanzen sowie eine sichere Internetnutzung zu gewährleisten.