Zwei preistragende Projekte auch in München tätig

Die Projekte "Klasse 2000" und "Digitales Streetwork im Bereich Sucht" gewannen jeweils den 1. Platz in den Kategorien „Stabil und etabliert“ und „Gesundheit 4.0".

Meldung Politik

Preistragende des 9. IBK-Preis für Gesundheitsförderung

Seit über 20 Jahren vergibt die Internationale Bodensee Konferenz (IBK) Preise für Gesundheitsförderung und Prävention, um Projekte im Bereich Gesundheit, Wohlbefinden und soziales Miteinander zu fördern.

Die diesjährigen Preise wurden an Projekte verliehen, die unter folgenden Leitgedanken standen: neu, nachhaltig und gut umsetzbar

Insgesamt wurden 158 Projekte aus den vier teilnehmenden Ländern eingereicht. Eine internationale Fachjury wählte in den fünf Kategorien (Herz und Haltung, Stabil und etabliert, Frisch gedacht!, Blickpunkt Mensch, Gesundheit 4.0) jeweils 3 Sieger*innen.

Die beiden bayrischen Projekte "Klasse 2000" und "Digitales Streetwork im Bereich Sucht", die auch in München tätig sind, konnten sich den ersten Platz in den Kategorien „Stabil und etabliert“ (besonders nachhaltige Projekte mit langfristiger Wirkung) und „Gesundheit 4.0“ (digitale Lösungen in der Prävention und Gesundheitsförderung) sichern.

Das Unterrichtsprogramm Klasse2000 - stark und gesund in der Grundschule" (Verein Programm Klasse2000 e. V.) startete 1991 in Nürnberg mit dem Ziel gesundheitliche Chancengleichheit zu fördern sowie Gewalt- und Suchtprävention an deutschen Grundschulen zu betreiben. Das Projekt begleitet Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse. In spielerischen Einheiten vermitteln speziell geschulte Gesundheitsförderinnen und -förderer gemeinsam mit den Lehrkräften Themen wie Ernährung, Bewegung und soziale Kompetenzen. 

Das Projekt „Digitale Streetwork im Bereich Sucht“ ist eine Online-Beratungsangebot für junge Menschen. Es ist auf Plattformen wie TikTok, Instagram, Reddit und Discord zu finden. Die Zielgruppe sind junge Menschen, die sich zunehmend im digitalen Raum bewegt und schwer über klassische Beratungsstellen erreichbar sind. Fachkräfte bieten anonym und niedrigschwellig Beratung und Unterstützung bei Fragen zu den Themen Drogen, Sucht, Substanzkonsum, Glücksspiel und Medienkonsum, und Gesundheit an. Mehrere in München ansässige Einrichtungen bieten diese Beratungsform an, darunter Mindzone, ANAD Versorgungszentrum Essstörungen, Condrobs e. V. sowie die Landesstelle für Glücksspielsucht.

Nähere Informationen zu allen Preisgewinner*innen und den ausgelobten Kategorien sind über die Webseite der IBK oder die Website des Bayrischen Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung verfügbar.